Lagerleben

Das Herbstlager der Jubla Derendingen ist der Höhepunkt des Jahres. Mit rund 50 Teilnehmer und 15 Leiterinnen und Leitern geht es jeweils in der ersten Woche der Herbstferien in ein Lagerhaus. In dieser Woche wird gespielt und gelacht, gewandert und die Kreativität ausgelebt.

Fotos zum letzten Lager findest du in der Galerie.

Bei Fragen meldest du dich bei der Lagerleitung Denise oder Nicola.

Lagerbericht HeLa2019

Die Jubla Derendingen gründet ihr eigenes soziales Medium – Ghostcamo’book

Am 28. September startete die Jubla Derendingen in das Abenteuer Social Media. Eigentlich war der Startschuss schon am nationalem Jublatag, dem 07.09.2019, erfolgt. Als zwei Mitglieder des Kantons zu Besuch beim gigantischen Monopoly-Spiel waren und eine coole Instagram-Story hochschalten wollten, funktionierte das Internet in Derendingen nämlich nicht mehr. Diesem Mysterium galt es nachzugehen, und tatsächlich konnte Grethel Thunfisch mit ihren Hinweisen die Jubla Derendingen unterstützen und dem bösen Gegenspieler Mike Saltenhill eins auswischen.

Als aber am Lagerstarttag erneut das Internet ausstieg, wusste man, dass die Mission Ghostcamo’book in Gefahr war. Die Hinreise nach Därstetten konnte zum Glück problemlos bewältigt werden, und mit sportlichem Einsatz am Nachmittag sicherten die 39 Teilnehmenden dem Lager wieder einen Internetzugang – vorübergehend zumindest. Am Samstagabend konnte sich die Lagergemeinschaft dann ein erstes Mal vertieft mit den verschiedenen Influencerarten befassen und auseinandersetzen.

Am frühen Sonntagmorgen stieg das Internet erneut aus – diesmal lieferte Grethel Thunfisch den Hinweis, dass auf einer Expeditionsreise ein Störsender ausfindig machen gemacht werden sollte. Dies gelang der Lagergemeinschaft, aber am Sonntagabend musste dieser Störsender noch zu einem Verstärker umgepolt werden. Gleichzeitig bauten alle für sich auch ihr eigenes kleines Netzwerk auf; in kleinen Briefkästchen konnten Briefe ausgetauscht werden, zusätzlich konnte auf einer kleinen Schiefertafel der Status jeweils aktualisiert werden. Spambriefe wurden gekonnt ignoriert oder mit eigenem Spam beantwortet, und dies während der ganzen Lagerwoche.

Als am frühen Montag eine Jungleiterin gefesselt vor dem Haus gefunden wurde, die Jungleitenden patrouillierten während der Nacht rund um das Lagerhaus, war klar, dass ein besserer Schutz notwendig war. Die Orientierung im Gelände ist dafür eine grundlegende Fähigkeit, ebenfalls die Kenntnis von Pioniertechniken. Nachdem diese Schulungen vorbei waren, galt es, eine Firewall gegen äussere Einflüsse aufzubauen. Nach diesem anstrengenden Abend und auf Grund der Vorkommnisse des frühen Morgens wurde entschieden, dass eine Patrouille nicht mehr ausreichen würde als Schutz. Die Jungleitenden begaben sich dementsprechend mit einigen Leitungspersonen zum Biwak, um die Umgebung absolut zu schützen und allfällige Gefahren früh erkennen zu können.

Nachdem diese Nacht auf Dienstag ruhig verlaufen war, übernahmen die Jungleitenden das Zepter. Die Lagergemeinschaft wähnte sich in Sicherheit. Nach einem lässigen Casino am Vormittag, in dem auch die Gefahren des Internets, wie beispielsweise Verschuldung, thematisiert wurden, ging es am Nachmittag wieder sportlich zu und her. Für die einzelnen Gruppen galt es, einen Post zu designen, der die Jury, bestehend aus unserem Lagermami, überzeugen sollte. Nachdem der Preis in Form des Rechtes, sich beim Abendessen zuerst verpflegen zu dürfen, vergeben war und das Abendessen zu Ende gegangen war, stand Erste Hilfe im Vordergrund. Auch aktuelle Themen, beispielsweise, wie man einen Velohelm richtig trägt und Fahrradunfälle verhindert, wurden angesprochen.

Auf eine ruhige Nacht eingestellt, ging die Lagergemeinschaft zu Bett. Bereits kurz nach Mitternacht wurden die Teilnehmenden vom Leitungsteam aber wieder geweckt; um das Haus geisterte jemand mit einer Taschenlampe und versuchte wohl, unseren Verstärker zu stehlen. Vier Leiter gingen nach draussen, um den Übeltäter zu erwischen und schafften dies tatsächlich! Als dieser aber vor dem Haus plötzlich anfing, sich loszureissen und sogar einen der Leiter mit einem Schlag erwischte, konnten ihn die Leiter nicht mehr einholen. Immerhin konnten sie herausfinden, dass es tatsächlich Mike Saltenhill war, und er versucht hatte, unseren Verstärker zu stehlen.

Am Mittwoch galt es nach dieser kurzen und ereignisreichen Nacht sich auf das Aushängeschild der Plattform zu konzentrieren. Mit einem gesunden Energiegetränk in Form eines Milkshakes sollte die Aufmerksamkeit grosser Sponsoren einerseits auf Ghostcamo’book gelenkt werden, andererseits sollte ein grosszügiger Sponsor zufriedengestellt werden. Viel Bewegung, um die körperliche Fitness dem gesunden Getränk anzupassen war angesagt! Am Abend genossen die Teilnehmenden die Jubiläumsfeier des ältesten Trios im Leitungsteam, während sich die Leitenden ein klein wenig blamierten.

Am Donnerstagvormittag stand erst einmal ein ruhiges Programm an. Am Nachmittag sollte allerdings noch einmal so richtig um Follower gekämpft werden. Beim Rugby, Hahnenkampf-Rennen, in der Kampfschnecke und beim Plüschtierlikampf wurde der Lagertruppe alles abverlangt. Als am Abend eigentlich das Online-Gehen des Ghostcamo’book’s gefeiert werden sollte, gemütlich am Lagerfeuer, streikte plötzlich das Internet. Niemand wusste wieso, aber das war ein weiterer Rückschlag und die Zeit wurde langsam knapp für die Veröffentlichung des Netzwerkes.

Am Freitagmorgen konnte das Leitungsteam mitteilen, dass die Ursache für das Offline-Sein geklärt wurde; die Lagergemeinschaft musste ordentlich Einsatz zeigen, um den Verstärker am Laufen zu halten. Beim legendären Spielturnier am Freitagmorgen gaben, auch bei widrigen Witterungsverhältnissen, alle Vollgas und so konnte am Mittag doch noch die Veröffentlichung des Ghostcamo’book-Netzwerkes bejubelt werden. Es war auch höchste Zeit geworden; am Freitagabend stand eine Pressekonferenz mit Apéro und anschliessendem Gala-Dinner an. Dass sich bei der Pressekonferenz, nebst der nationalen (Jubla-)Presse auch noch ein ungebetener Gast hineingeschlichen hatte, fiel einigen auf. Erst aber als diese ominöse Person den Saal verlassen wollte, fiel einem Leiter auf, dass es sich um Mike Saltenhill handelt. Den Bösewicht zur Sprache gestellt, konnte die Lagergemeinschaft schlussendlich gleichwohl mit ihm, zumindest ein Stück weit, Frieden schliessen und sich auf eine faire zukünftige Konkurrenz einigen. In der abendlichen Tanzstube wurde die vergangene Woche noch einmal so richtig gefeiert, bevor am Samstag die Heimreise auf dem Programm stand.

An dieser Stelle sei noch allen Personen gedankt, welche das Lager in irgendeiner Weise mitgetragen haben: An erster Stelle dem Leitungsteam für den grossartigen Einsatz, den Eltern, für das Vertrauen und auch die grosszügigen Spenden für das Lager und das Leitungsteam und den Kindern für eine fantastische Lagerwoche. Auch unserem Lagermami und speziell der Küche, die uns während der ganzen Woche mit ihren Rezepten und ihrem leckeren Essen verzaubert hat. Auch gilt es jeglichen Sponsoren zu danken, welche uns grosszügig unterstützten und der Kirchgemeinde Derendingen, die uns nicht nur finanziell unterstützt hat, sondern auch mit einem Leckerli dem Leitungsteam etwas Nervenfutter geliefert hat. Auch zu danken gilt es den Gästen, welche uns während dieser Lagerwoche besucht haben und zu dieser unvergesslichen Woche in Därstetten beigetragen haben. Merci euch allen!

Nicola Kohler, Co-Lagerleitung Jubla Derendingen